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Archive for April 2010

Nächtliche Gedanken

Manchmal gibt es Augenblicke in denen man sich nichts mehr wünscht, als ein nicht fühlender und erst recht kein denkender Mensch zu sein. Man kann seine eigenen Gedankengänge nicht ertragen und schon gar nicht möchte man sie fühlen. Man kommt sich seinen Gefühlen so schutzlos ausgesetzt vor. So völlig nackt. Man ist nicht geschützt. Sie durchdringen einen ohne Vorankündigung, klopfen nicht an und schicken auch keine Email. Plötzlich sind sie da und man möchte nicht mehr als sie zu verdrängen. Man möchte es nicht glauben, denn diese Kälte ist all das wovor man sich die ganze Zeit gefürchtet hat, all das von dem man so sehr hoffte, dass es keine Realität wird. Jetzt ist sie da und sie ist näher an der Fantasie als sie jemals hätte sein sollen. Lass sie endlich los höre ich meinen Kopf schreien, es ist es nicht wert, doch die Gefühle krallen sie fest, sind festverbunden mit dem Herzen und wollen isch nicht lösen…

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So erwachst du mitten in der Nacht, es läuft dir kalt den Rücken hinunter und die kleinen Punkte auf deiner Haut fließen bis auf deine Handrücken. Du merkst wie die Gegend unter deinen Augen immer feuchter wird und deine inneren Dämme brechen. Kannst es nicht mehr halten. Es will raus, doch alles was kommt ist ein stiller Schrei und der Schauer, der immer noch auf deinem Rücken sitzt. Du glaubst es läge daran, dass du geträumt hattest. Doch deine Gedanken sind so klar und rein, dass sie kein Traum hätten sein können. Der Schrei scheint in dir zu stecken und die innere Enge zieht sich mit jedem Moment immer mehr in sich zusammen und hält dich von innen gefangen. Du merkst wie sich die feuchte Zone unter deinen Augen immer mehr zu einem Rinnsal entwickelt und aus dem Rinnsal nach und nach ein stürzender Bach wird. Du versucht es rückwärts laufen zu lassen in dem du die Wangen immer wieder nach oben ziehst und um den Effekt zu verstecken die Luft durch die Nase geräuschvoll anziehst und sie sich dabei so komisch gräuselt. Der Druck des Wasser ist so stark, dass es sogar aufwärts fließen kann und sich von den hochgezogenen Wangen nicht stoppen lässt. Auf deinem T-Shirt bilden sich dunkle nasse Flecken. Du hälst die Hand vor deine Augen und überlegst ob du nicht einfach das Licht an machen sollst, vielleicht hört es ja dann auf. Aber die Angst vor dem Licht ist größer, du könntest dich dann im Spiegel sehen und müsstest dir endlich selbst in die Augen sehen.

Doch eins kannst du nicht, dir in die vom Wasser getrübten Augen sehen. Dem Schrei endlich eine Stimme verleihen und der Enge einen Ausweg zeigen. Lieber ziehst du die Decke noch ein wenig höher, so dass sie dir bis kurz unter das Kinn reicht.

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Karussellanekdote

Kein klarer Gedanke als dreht sich im Kreis und jed möglicher Einfall schlägt erstmal Kapriolen, so dass selbst der Einfall, kein Einfall ist. Karussell fahren. So fühlt es sich an und schon als kleines Kind, fand ich Karussells die nur im Kreis ihre Runden ziehen langweilig. Das Kettenkarussell war mir suspekt, dreht es seine Kreise und will dabei hoch hinaus und wo kommt es nach seinen Kreisbewegung wieder an. Richtig am Anfang und man ist keinen Schritt weiter. Am Liebsten war mir das Spiegelkabinett, da konnte ich alles aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten in einen Zerrspiegel schauen und war plötzlich ganz groß und dann wieder klein und der Ausgang, war zwar direkt neben dem Eingang, aber es war dennoch seine eigene Pforte und manchmal konnte ich sogar den weiten Weg nach unten Rutschen. Wie gerne würde ich mich nun Spiegelkabinett befinden und mich vor den Zerrspigel stellen und Fratzen schneiden um endlich wenigstens ein Stücken weiter zukommen?

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Der Moment der Vergebung überkommt einen plötzlich, genau dann wenn man selbst nicht damit gerechnet hat. Wenn man glaubt schon längst einen Schlussstrich gezogen zu haben. Doch plötzlich ist es Nacht und man wird wach und erkennt, dass das wie es ist – ist. Man keinen Einfluss hat und er nichts dafür kann und nur gehandelt hat wie er ist und aus seinem Blickfeld nicht erkennen konnte, dass es aus dem Winkel der anderen Schmerz bedeutet. Schmerz, den sie tragen… für lange Zeit. Bis sie eines Nachts wach werden, ein paar Tränen die Wangen hintunter laufen und den Schmerz davon spülen bis sie ein Lachen ins Gesicht zaubern. Man ist im Einklang, denn aus verziehen wurde eine innere Vergebung- eine Akzeptanz für den anderen und die Einsicht des Ganzen. So vergebe ich mir, dass ich mir all die Zeit lies und ich Vergebe Dir, da du bist wer du bist.

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