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Archive for the ‘Leben’ Category

stumme Worte

Es waren deine Worte, die mich trugen.

Deine Worte, die mir ein Zuhause gaben

und die Worte brachten Augenblicke, die mich vergessen ließen.

 

Doch die Augenblicke gingen vorüber

und die Worte wurden leiser und leiser

– bis sie schließlich verstummten.

 

Stille an einem Ort, der nun nicht mehr mein Zuhause ist.

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Es ist nicht der Weg der Erkenntnis, der ewig braucht, es ist viel mehr die Zeit, die ewig dauert bis man sich seine Erkenntnis eingesteht. So erlangte ich die Erkenntnis schon vor vielen Monaten, doch die Einsicht gelang mir vor ein paar Stunden. Wenn sie mir denn überhaupt gelang, denn auch die Einsicht ist noch lang keine Umsetzung.

Noch ist keine Tat ergriffen, nur die Bereitschaft es zu wagen scheint geben. Doch ist die Bereitschaft groß genug? Bin ich wirklich bereit dazu?

Werde ich die Schritte ins Ungewisse wagen, ohne die Möglichkeit des Schritts zurück.  Der Weg liegt vor mir, doch muss ich ihn auch betreten um dem Stillstand zu entkommen. Mein Kopf sagt sei Vorsichtig… mein Bauchgefühl schreit seit Monaten „Lauf, Lauf, jetzt Lauf doch endlich LAUF“. Es ist nur ein winziger Schritt und ich würde mich auf dem neuen Weg befinden, doch meine Füße scheinen fest mit dem Boden verankert. Ich versuche ihn zu heben und ihn vorsichtig auf der anderen Seite abzusetzen, doch die Kräfte ziehen ihn mit aller Gewalt nach unten.

Und für einen kurzen Augenblick höre ich auf zu denken und laufe einfach los. Laufe!

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So schaute sie aus dem Fenster und sah den Schnee im Licht der Laternen tanzen. Sie konnte den Nordwind ganz leise durch ihre Fenster hören. Sah wie er mit dem Schnee spielte, die einzelnen Flocken zu sich lockte. Mit ihnen sprach und sie zärtlich umgarnt. So fingen die einzelnen Flocken an ihm zu vertrauen und öffneten sich. Sie tanzten mit ihm und zogen ihre schönsten weißen Kleider an. Die Eiskristalle sich langsam an ihrem Fenster nieder ließen und so der Welt vor ihrem Fenster langsam ein neues Aussehen verliehen. Sie traute der weißen Unschuld kaum, sah sie den Nordwind doch auch durch Schneefelder wüten und er lässt den Regenrinnen eisige Bärte wachsen. So ist der Nordwind mit seinen zwei Gesichtern, ein Charmeur der die Schneeflocken liebkost und ein Ganove der über die Felder vor seiner eigenen Kälte flieht.

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Leere Worte…

Es ist vorbei- nur eine einzige Zeile. Eine Zeile, die ihre Bedeutung verlor als ich sie dachte, die eine andere Bedeutung erlangte als ich sie niederschrieb. Eine Zeile deren Semantik eine andere ist als jene die ich empfinde. Eine Zeile, die nicht mit dem gleichen Gehalt niedergeschrieben werden kann, den sie beinhalten sollte. Eine leere Zeile würde mehr bedeuten.

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Nur verschwommen erkenne ich dich – in meiner Erinnerung und auf dem Weg vor mir. Kein klarer Umriss und schon gar kein Rahmen. Es scheint als wäre all das was du einst warst, nicht mehr das was du jetzt bist. Du bist ein Gestaltenwandler. Erreicht man dich- hast du auch schon wieder eine andere Form angenommen. Du lässt einen nicht zur Ruhe kommen und doch löst du dich manchmal komplett auf. Bist der Motivator am Wegrand und die Aussichtslosigkeit vor der Mauer. Es gibt keine Größe, die dich beschreibt und doch bedarf ein Jeder dich zu besitzen. Gehst du verloren ist der Stillstand, der eintritt fast unerträglich und lässt eine Leere zurück, die unbeschreiblich ist.

Momentan weiß ich nicht welche Form du für mich angenommen hast, ob du mein Freund oder gar mein Feind bist- ob du nicht gar schon von mir gegangen bist und mich in einer Leere zurückgelassen hast, die ich nicht erfassen kann. Vielleicht bist du aber auch nur aus meinem direkten Sichtfeld verschwunden und kommst bald wieder vorbei, gibst mir eine neue Richtung vor und nimmst eine neue Gestalt an. Ich werde dir folgen, dich erreichen und du wirst wieder weitergehen, doch dafür muss ich dich erst wieder finden. Liebes Ziel, verrate mir doch dein Versteck.

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So seh ich wie alles zerrinnt.  Mit jedem Versuch es zu stoppen, wird der Haufen an Sandkörnern immer größer. Plötzlich scheint der Übergang zwischen den beiden Hälften breiter zu werden und der Strom des Sandes wird größer. Ich zähle die Körner und mit jedem Körnchen steigt der Frust. Die Enttäuschung wächst mit der Machtlosigkeit.Mit der Ignoranz, die Kühle der Gefühle. Der Sand vermischt sich mit salzigem Wasser und du schließt die Augen und wirkst völlig unbeteiligt.  Vielleicht bist du innerlich zerissen, doch nach außen wirkst du gefestigt.  Es ist als würde man an einer Schnurr ziehen, doch diese scheint den Strom nicht zu unterbinden viel mehr scheint sie einen selbst in Fesseln zulegen. Es wäre so einfach, die Sanduhr einmal zu drehen, doch die Kraft und der Wille scheint dir und auch mir zu fehlen… so vergeht die Zeit und jeder einzelne Gedanke fließt dahin… ohne Schliff, ohne Erkenntnis. Die Sanduhr scheint den Boden verloren und wird am Ende doch stillstehen.

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Du versuchst mich zu halten in dem du mich gehen lässt. Ich dreh mich um und sehe das unsichtbare Band, das mich an dich kettet. Es scheit stabil und du bist dir dessen bewusst. Ich versuche daran zu reißen, doch es zeigt sich nicht der kleinste Riss. Der Versuch es unter Spannung zu setzen missglückt mir auch. Es scheint ein unendliches Band in die Länger und ein fast unsichtbares in die Breite… du hälst es mit lockerer Hand, da du weißt, dass du fest damit verbunden bist und auch ich am anderen Ende die Bindung nur schlecht durchtrennen kann. Es scheint als würde dieses Band jede einzelne Stimmung übertragen. Jedes Gefühl setzt eine eigene Schwingung frei, du ziehst mich immer dann ein Stück näher an dich heran, wenn ich es am wenigsten erwarten und nichts entgegen setzen kann. Es ist als würdest du immer wissen, wie du mich an dich binden kannst, wie sehr ich auch versuchen mag mich von dir zulösen- und unabhängig zu sein.

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