Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Trauer’ Category

So seh ich wie alles zerrinnt.  Mit jedem Versuch es zu stoppen, wird der Haufen an Sandkörnern immer größer. Plötzlich scheint der Übergang zwischen den beiden Hälften breiter zu werden und der Strom des Sandes wird größer. Ich zähle die Körner und mit jedem Körnchen steigt der Frust. Die Enttäuschung wächst mit der Machtlosigkeit.Mit der Ignoranz, die Kühle der Gefühle. Der Sand vermischt sich mit salzigem Wasser und du schließt die Augen und wirkst völlig unbeteiligt.  Vielleicht bist du innerlich zerissen, doch nach außen wirkst du gefestigt.  Es ist als würde man an einer Schnurr ziehen, doch diese scheint den Strom nicht zu unterbinden viel mehr scheint sie einen selbst in Fesseln zulegen. Es wäre so einfach, die Sanduhr einmal zu drehen, doch die Kraft und der Wille scheint dir und auch mir zu fehlen… so vergeht die Zeit und jeder einzelne Gedanke fließt dahin… ohne Schliff, ohne Erkenntnis. Die Sanduhr scheint den Boden verloren und wird am Ende doch stillstehen.

Read Full Post »

So erwachst du mitten in der Nacht, es läuft dir kalt den Rücken hinunter und die kleinen Punkte auf deiner Haut fließen bis auf deine Handrücken. Du merkst wie die Gegend unter deinen Augen immer feuchter wird und deine inneren Dämme brechen. Kannst es nicht mehr halten. Es will raus, doch alles was kommt ist ein stiller Schrei und der Schauer, der immer noch auf deinem Rücken sitzt. Du glaubst es läge daran, dass du geträumt hattest. Doch deine Gedanken sind so klar und rein, dass sie kein Traum hätten sein können. Der Schrei scheint in dir zu stecken und die innere Enge zieht sich mit jedem Moment immer mehr in sich zusammen und hält dich von innen gefangen. Du merkst wie sich die feuchte Zone unter deinen Augen immer mehr zu einem Rinnsal entwickelt und aus dem Rinnsal nach und nach ein stürzender Bach wird. Du versucht es rückwärts laufen zu lassen in dem du die Wangen immer wieder nach oben ziehst und um den Effekt zu verstecken die Luft durch die Nase geräuschvoll anziehst und sie sich dabei so komisch gräuselt. Der Druck des Wasser ist so stark, dass es sogar aufwärts fließen kann und sich von den hochgezogenen Wangen nicht stoppen lässt. Auf deinem T-Shirt bilden sich dunkle nasse Flecken. Du hälst die Hand vor deine Augen und überlegst ob du nicht einfach das Licht an machen sollst, vielleicht hört es ja dann auf. Aber die Angst vor dem Licht ist größer, du könntest dich dann im Spiegel sehen und müsstest dir endlich selbst in die Augen sehen.

Doch eins kannst du nicht, dir in die vom Wasser getrübten Augen sehen. Dem Schrei endlich eine Stimme verleihen und der Enge einen Ausweg zeigen. Lieber ziehst du die Decke noch ein wenig höher, so dass sie dir bis kurz unter das Kinn reicht.

Read Full Post »

Verfolgt. Ihn gesehen und nun doch wieder dauerhaft daran denkend, wobei nicht mehr gewollt. Vergessen möchten, aber die tägliche Erinnerung vor Augen. Die Erinnerung liebend, doch den Moment hassend. Unabweichlich. Wird es jemals die Erinnerung in Luft auflösen, obwohl geliebt um den Schmerz zu lindern?

Read Full Post »

Stille

Stille. Totale Stille. Nicht ein Atemzug ist zu hören, wie sehr man sich auch anstrengt: NICHTS. Wieso sagt er/sie/es nicht endlich was? Sieht er/sie/es nicht, wie sehr ich an seinen/ihrer/dessen Lippen hänge, darauf Warte, dass ich endlich ein Laut vernehme? Nein, immer noch nichts, dabei wäre es doch so wichtig… aber ich kann noch so intensiv auf seine/ihre/dessen Lippen starren, sie bewegen sich nicht mehr als ein leichtes Zittern. Aber, was will ich erwarten, wenn ich selbst meine Lippen nicht weiter auseinander bekomme? Ich hab doch selbst nicht mehr als ein paar Worte zustande gebracht, vielleicht warn sie ja nicht so bedeutungsvoll, wie ich sie empfunden hatte, wer weiß das schon?

Read Full Post »

Manchmal scheint ein Jahr und ach wie viel Monate auch egal, wie eine Ewigkeit. Einfach weil man das Gefühl hatte jemanden gefunden zu haben, dem man blind vertrauen konnte, man musste nicht lange nachdenken, denn man hat denjenigen gefunden, der einen ohne viel Worte verstand. Der schon vorher wusste, was man eigentlich sagen wollte. Der gesehen hat das ein Lachen, das eigentliche Weinen versteckt. Der einem einfach nur das Gefühl vermittelt hatte, er wäre für einen da. Jeder ging seinen eigenen Weg, doch dennoch ging man auch einen gemeinsamen, denn es gab immer die Möglichkeit dem andern seine Hand zu reichen und ihn auf seinem Weg zu begleiten. Man lachte und weinte… Streit gab es eigentlich nie…. bis der Regen kam, der alles davon schwemmte, es gab plötzlich kein WIR mehr, sondern jeder hatte sich vom andern entfernt und die Hand, die einem davor half ein Stück weiter zu gehen, war einfach nicht mehr da. Und das alles nur, weil man den andern nicht mehr gesehen hatte, obwohl er dirket daneben stand, weil man zu feige war zu sagen, dass man den andern gern hat, auch wenn man mal ein Stück alleine geht, nicht reden konnte und sagen konnte: „Hallo ich bin auch noch da, ich deine Seelenverwandte“…. und das solls gewesen sein? ich meine kommt nicht nach Regen immer wieder die Sonne, lässt alles neu blühen? egal wie lang die Regenzeit auch war? Ist Seelenverwandschaft am Ende doch nur aus Zucker und löst sich in Wasser einfach auf? Wenn es das nun wirklich gewesen sein sollte, dann wünsche ich Dir nun einfach alles Gute, so wenig Stolpersteine auf deinem Weg, wie man es seiner Seelenverwandten eben wünsche würde. Kraft und immer wieder ein Lachen im Gesicht um der Sonne Guten Tag zusagen. Machs Gut

Read Full Post »

ja ich weiß der Titel ist geklaut… aber ich dachte ich lass die Unterträglichkeit mal weg. Wobei ich momtentan der Unterträglichkeit ohne zu zögern die Hand schütteln würde. Es ist seltsam, aber manchmal suche ich nach diesem Knopf, der es ermöglicht einfach mal das Denken abzustellen. Wobei jetzt wo ich diese Zeilen schrieb wird mir klar, dass ich nicht das Denken, sonder nur ein paar Gedanken sind, die ich einfach abstellen möchte. Sie einfach verdrängen möchte, nicht mehr daran denken will, doch Gedanken lassen sich einfach nicht steueren, es ist wie bei einem Ferngesteurten Auto, dass plötzlich ausser Kontrolle gerät und es erst dann anhält, wenn der Tank leer ist oder es gegen die Mauer fährt.

Read Full Post »

Manchmal fragt man sich schon, wieso man glaubt Konflikte müssten behoben werden, besonders dann wenn man nach ein paar Wochen feststellt, dass sich eigentlich doch nichts verändert hat. Man fängt an zu hinterfragen, warum man sich die ganze Zeit Gedanken dazu gemacht hat, wie man daran etwas ändern könnte. Warum es überhaupt soweit hat kommen müssen?, wenn man im endefekt doch zu dem Entschluss kommt, dass sich nicht eine einzelne Sekund der Gedanken wirklich gelohnt hatte, weil man wieder vor dem Ausgangspunkt steht. Es ist ungefähr so als wenn man eine verschlossene Tür öffnet und sich in dem Raum dahinter eigentlich zurfrieden fühlt und dann in der Zufriedenheit einen dunklen Schatten findet, sich erschreckt und davonläuft. Die gerade geöffnete Tür einfach wieder zuschlägt und die vielen hellen Seiten vergisst.

Read Full Post »

Older Posts »